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Ernährung bei Niereninsuffizienz (CNI)


Die Niere ist unter anderem für die Filtration und Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen und Fremdstoffen wie z.B. Kreatinin, Harnsäure oder Medikamente zuständig. Ist die Niere geschädigt, kann sie diese Arbeit immer weniger wahrnehmen und es kommt im spätesten Stadium zur schmerzhaften Urämie (Vergiftung des Blutes mit Harnstoff). Leider erkennt man eine Niereninsuffizienz anhand der Blutwerte erst, wenn die Niere schon über die hälfte irreversibel geschädigt ist. Auch die ersten Symptome wie übermässiges Urinieren und übermässigen Durst sind meist erst im zweiten Stadium sichtbar. Eine Niereninsuffizienz kann aufgrund genetischen Ursachen, anderen Erkrankungen, Medikamenten, oder auch toxinbelastetes Futter entstehen. Über 15% der über 8-jährigen Hunden erkranken ausserdem an einer CNI.


Eine CNI ist unheilbar. Jedoch kann man mit der richtigen Ernährung den krankheitsverlauf verlangsamen. Mit einer angepassten Ernährung leben gemäss einer Studie, zwei Jahre nach der Diagnose noch 60% der Hunde, ohne Anpassung sind es nur noch 10%. Die Nierendiät ist je nach Stadium der Krankheit sowie dem Energiebedarf des indiviudellen Tieres anzupassen und kann nicht pauschalisiert werden. Daher eignet sich BARF oder gekochtes Futter am Besten um den Hund optimal zu versorgen.

Das Ziel einer Nierendiät ist es das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, eine Gewichtsabnahme zu verhindern während eine optimale Nährstoffversorgung und hohe Futterakzeptanz gewährt wird, Anzeichen und Konsequenzen der Urämie reduzieren sowie das Verhindern einer Störung des Knochensotoffwechsels.


Phosphorreduziert füttern

Eine CNI führt irgendwann zu einer Hyperphosphatämie (=erhöhte Phosphatwerte im Blut), da das Phosphat nicht mehr zu genügend gefiltert und ausgeschieden wird. Die Reduzierung des Phosphatgehaltes in der Narhung verlangsamt somit das Fortschreiten der Erkrankung. Dies erreicht man in erster Linie mit einer Reduktion der Knochen während man Kalzium supplementiert. Das Kalzium zu Phosphor Verhältnis ist hier von bedeutung und sollte immer passend abgestimmt werden.


Proteinreduziert füttern

Der Einfluss von Protein auf das Fortschreiten der Erkrankung ist bis heute nicht geklärt. Eine Proteinreduktion und das ausschliessliche füttern von hochwertigen Proteinen, kann jedoch Symptommildernd wirken. Wichtig ist jedoch, dass der Proteinbedarfswet keinenfalls unterschritten wird, denn dies hätte für das Nierengewebe kontraproduktive Auswirkungen. Eine Proteinreduktion geschieht am effizientesten durch die Erhöhung des Fettgehaltes oder den Einsatz von Kohlenhydraten.


Weitere Massnahmen

Im Weiteren ist durch die CNI die Aktiviuerung von Vitamin D gestört, welches die Kalziumaufnahme reguliert. Deshalb ist eine Anpassung der Vitamin D Zufuhr notwendig. Natrium und Kalium sollten ebenfalls Bedarfsgerecht zugeführt werden sowie eine Erhöhung der Wasserlöslichen Vitamine kann notwendig werden. Phytotherapeutische Massnahmen können bei einer CNI ebenfalls sehr hilfreich sein.


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