BARFen bei Leishmaniose

Aktualisiert: 2. Dez. 2021


Leishmanien sind kleine, einzellige Parasiten, welche beim Hund über die Sandmücke übertragen wird. Leishmaniose ist in eher wärmeren Klimazonen verbreitet und tritt beim Hund vor allem als Reisekrankheit nach Besuch in einem entsprechenden Land auf. Im Weiteren bringen häufig importerte Tiere aus dem Tierschutz eine Lesihmanien-Infektion mit nach Mitteleuropa. Leishmanien leben in den Immunzellen ihres Wirtes und sind durch diesen nur schwer zu bekämpfen, die Krankheit gilt daher als unheilbar. Eine Behandlung zielt daher darauf aus, die Symptome zu lindern und dem Hund ein möglichst langes, erfülltes und schmerzfreies Leben zu ermöglichen.


Allopurinol als Mittel der Wahl

Ein häufig eingesetztes Medikament is Allopurinol. Allopurinol verhindert den Abbau von Purinen zu Harnstoff und hemmt somit die Synthese des Zwischenproduktes Hypoxanthin, welches wiederum von den Leismanien zur Entwicklung aufgenommen werden würde. Anstelle von Hypoxanthin nehmen sie Allopurinol auf und vermehern sich dadurch weniger.

Da Allopurinol den Abbau von Purinen zu Harnstoff hemmt, endet der Abbau bei dem Zwischenprodukt Xanthin, welches dann über die Blase ausgeschieden wird. Wird der Hund nun noch purinreich ernährt, wird sehr viel Xanthin über die Blase ausgeschieden, was dann zu Xanhtinsteinen führen kann.


Purinarme Fütterung

Aufgrund der oben beschriebenen Hemmung von Allopurinol auf den Purinabbau, ist es notwendig purinarm zu füttern. Dies geschieht einerseits in dem man purinarme Proteinquellen verwendet und purinreiche Futtermittel wie Innereien reduziert und wo nötig die fehlenden Nährstoffe anderswertig ergänzt werden. Ebenfalls sollten nur hochwertige Proteinquellen verwendet werden und auf bindegewebsreiche Komponenten wie z.B. Pansen verzichtet werden.

Um die Protein- und Purinmenge weiter zu reduzieren, kann man den Fettgehalt der Ration leicht erhöhen. Somit sinkt die Futtermenge, die nötige Energiezufur bleibt aber bestehen. Ebenfalls können Milchprodukte und Getreide eingesetzt werden. Trotzdem ist es wichtig, den Proteinbedarfswert des Hundes auf keinen Fall zu unterschreiten, weil sonst ein Proteinmangel entstehen kann.


Oxalhaltige Lebensmittel meiden

Insbesondere bei einem suaren pH-Wert des Harns und der gleichzeigiten Gabe von Allopurinol ist die Gefahr gross, dass Xanthinsteine gebildet werrden. Einige Hunde neigen aber auch dazu Oxalatsteine zu bilden. Deshalb ist es einerseitz wichtig, der pH-Wert des Harns im alkalischen Bereich zu halten und oxalhaltiges Obst- und Gemüs zu meiden. Im Weiteren ist es wichtig, das Tier zum tinken zu animieren um die Harnsteinbildung vorzubeugen.


BARF eignet sich bei einer Leishmaniose sehr gut. Die Rationen können individuell auf das Tier abgestimmt werden und es ist für eine hohe Flüssigkeitszufuhr gesorgt. Im Weiteren kann es je nach Organbefall auch notwendig sein, gleichzeitig Nierenschonend zu füttern.


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